Buona Sera,

nun ist unser 10-tägiger Aufenthalt in Florenz doch fast vorbei – am Dienstag (14.11.2023) geht es weiter gen Südtirol.

Wir haben die Pläne etwas hin- und hergeworfen, durch diese blöde Explosions-Geschichte in The-Town-Who-Must-Not-Be-Named sind wir etwas ins Trudeln geraten und haben festgestellt, dass zwei Wochen in Florenz in einer Airbnb-Butze, die mal wieder nicht der Beschreibung entspricht und wo man doch recht dunkel sitzt und mit Hund leider auch nicht allzu viele Möglichkeiten hat, es einem etwas schwer macht.

Egal – nicht schon wieder über Ferienwohnungen aufregen. Man muss halt auch sagen, dass der Bulli hier wirklich sicher steht, und das nur 1,5km Fußweg von der Ponte Vecchio und somit der wunderschönen Altstadt von Florenz entfernt.
Gut, alt ist hier eigentlich alles. Das ist echt toll. Man läuft durch die Straßen und alle Gebäude spucken einem ihre Geschichte entgegen. Oh, eine Kirche, die um 900 erbaut wurde. Oh guck mal, eine Bar mit riesigen hölzernen Eingangstoren, als wenn hier eine Doppeldecker-Kutsche hätte durchpassen müssen vor hunderten von Jahren.
Das Straßenpflaster spricht überall von römischen Sandalen und Pferdehufen, die vor hunderten von Jahren die Pflastersteine immer mehr abgenutzt haben. Überall stehen uralte Statuen (oder deren Nachbildungen, einfach aus Sicherheitsgründen) herum, in allen Kirchen, die wir uns angesehen haben (das waren bestimmt 10 Stück) hängen uralte, riesige Gemälde von 1400, 1500, mit Pech mal 1800 – irgendwas.
Echt.Krass.
Und wenn die Gemälde und  Statuen nicht reichen, dann sind halt die Kirchen selbst noch bemalt, ebenfalls mit uralten Bildern, die z.B. die Biblischen Geschichten erzählen. Teilweise kaum noch zu erkennen, weil die Farbe immer mehr verblasst. Ich glaube, wenn jemand einen Job als Restaurator sucht, dann ist er in Florenz genau richtig. Die kommen gar nicht hinterher, das alles aufzufrischen.
Aber auch ein Besuch in Florenz hat seine Grenzen, und wir haben festgestellt, dass wohl drei, vier Tage völlig ausgereicht hätten. Man läuft dann doch immer über die gleichen Plätze gesäumt von uralten, tollen Gebäuden, Bögen, Arkaden, Türmen. Durch die gleichen, schönen Straßen, über die Ponte Vecchio, und so weiter. Die Restaurants waren alle sehr gut, das toskanische Essen ist super lecker, aber natürlich wiederholt sich auch das. Jaaaa das italienische Essen ist MEGA LECKER – aber tatsächlich freut man sich dann auch mal wieder auf ein selbstgekochtes Curry oder einen Salat 😉

Mein Vater und ich haben Vormittags die Altstadt unsicher gemacht, während Olaf gearbeitet und gleichzeitig den Wauwi gehütet und bespaßt hat. Das war toll, tatsächlich, mal ohne Hund herumlaufen zu können – zumal für Gina die Altstadt natürlich (bis auf das viele herumliegende Essen) wahnsinnig anstrengend und doof ist. Sie hat die Vormittage mit Olaf genossen und geschlafen, und nach einer längeren Pause sind wir dann nochmal alle drei los, haben meinen Vater in seinem (echt tollen!) Hotel am Ponte Vecchio eingesammelt und sind dann nochmal alle zusammen losgezogen.
Am Donnerstag Vormittag waren wir in den Uffizien – Uff 😉
Das war toll, beeindruckend, riesig, unglaublich und natürlich anstrengend. Besonders toll war, dass wir zu dieser Jahreszeit die Uffizien mit nur ein paar anderen Touris teilen mussten. Die Flure und Säle waren herrlich leer, wir konnten jedes noch so bekannte Gemälde (Die Venus, Werke von Michelangelo oder DaVinci, Die Herzöge von Urbino, Frühling von Botticelli und so weiter und so weiter) sofort und in Ruhe betrachten, mussten nie warten, standen immer sofort direkt vor dem Gemälde.
Danach war allerdings meine Aufnahmefähigkeit für Kunstwerke merklich gesättigt, irgendwie ging nichts mehr rein.
Am Samstag waren wir mit dem Bulli in Lucca – das geht natürlich immer. Mein Vater kannte Lucca noch nicht und wir sind immer gern wieder dort. Olaf kennt Lucca ja wie seine Westentasche. Ein super herbstlicher Spaziergang auf der Mura bei Sonne und 15 Grad, danach ein leckerer Bei&Nannini Cappucchino, dann durch die süße Altstadt laufen, lecker Essen, noch ein bisschen herumlaufen, Sonne tanken, die Weite (also im Gegensatz zu Florenz) genießen.
Heute waren wir noch einmal auf dem Piazzale Michelangelo – zu Fuß dorthin läuft man von unserer Wohnung hier 3,5 km, die meiste Zeit ist der Weg auch ganz nett und grün. Leider bewies die Toskana heute, dass sie sogar auch zu Hamburger Nieselregen fähig ist und so begleitete uns auf der kompletten Wanderung heute der (offene) Regenschirm und die Nässe..
Morgen gehts dann noch einmal am Nachmittag in die Altstadt, wenn der Bulli gepackt und die Arbeit erledigt ist.
In Südtirol erwartet uns dann eine (hoffentlich auch wirklich) moderne, helle, gemütliche Ferienwohnung direkt am Hang auf 1300m Höhe, mit Blick auf die Berge, viel Natur und einer Menge Tiere auf dem Hof.
Wir freuen uns schon auf den Kontrast und den (aktuell dort liegenden) Schnee!

 

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