Just WOW.

Wir haben natürlich schon Schwärmereien von Korsika gehört. Und sie sind alle wahr.
Am Sonntag sind wir mit der Moby Dick Fähre morgens von Genua nach Bastia gezockelt. Siebeneinhalb Stunden auf der Fähre tagsüber – bissl langweilig auf Dauer. Zum Glück haben wir herausgefunden, dass eine Kabine kaum mehr kostet als das normale Ticket – und so hatten wir zwei gemütliche Betten, in denen wir uns zwischendurch lang machen und ein Schläfchen halten konnten. Der Wauwi durfte eigentlich nicht mit in die Kabine – ich konnte zwar keine mit Tier buchen, aber laut Rezeptionistin hätten wir vor Ort für lächerliche 70 EUR zusätzlich auf eine Wauwi-geeignete Innenkabine umbuchen sollen. Haben wir dann gelassen, geschaut ob die Luft rein ist und Gina natürlich trotzdem mit reingenommen. Der halbe qm Teppich, auf dem sie lag, wird es verkraftet haben.

Lustig war, dass wir auf der Überfahrt die ganzen Ziele in Italien aus dem vergangen Jahr wiedersehen konnten. Genua, Portofino, Rapallo, La Spezia, Levanto, Tellaro, Cinque Terre, Lido di Camaiore.

Abends um 18:30, immerhin recht pünktlich, kamen wir in Bastia an. Der Anblick der Insel vom Schiff aus war schon beeindruckend. Ein bisschen wie Hawaii, wenn man es nur aus den Filmen wie Jurassic Park oder der Serie Lost kennt.

Es wird jetzt langsam Herbst und somit recht früh dunkel, also mussten wir uns sputen. Wir wollten an dem Abend noch das westliche Calvi erreichen – eine Fahrt von etwas mehr als zwei Stunden. Allerdings sind die korsischen Straßen meist recht kurvig. Wildschweine rennen auch ziemlich viele herum, und tatsächlich überlegte auch bei uns eines, ob es uns direkt vor den Kühler rennen sollte. Zum Glück war es verwirrt oder schlau genug und zog sich wieder in seine Büsche zurück..

Nach ziemlich viel Gefluche kamen wir endlich um 21 Uhr am Campingplatz Les Castors in Calvi an. Wie am Telefon versprochen, war die Rezeption noch besetzt und wir konnten problemlos einchecken und sogar noch eine echt leckere Pizza am Eingang ergattern…

Olafs übliche anfängliche Fremdelei mit neuen Orten verflog am nächsten Morgen im Hellen sehr schnell. Der Campingplatz war zwar nicht der schönste, aber die Lage war super, die Sanitäranlagen sauber und der wenige Minuten entfernte Strand der pure Wahnsinn. Feinster Vogelsand, glasklares Wasser, leichte Wellen und der Meeresboden fiel so sanft ab wie an der Ostsee. Gina war natürlich begeistert, so konnte sie im Wasser herumlaufen, dem Ball hinterherrennen und hatte auch ihren Spaß.

Wir blieben insgesamt fünf Nächte in Calvi. Wir spazierten am zweiten Tag hoch zur Burg, auf der Suche nach einem schicken Sonnenuntergang und eigentlich auch einem Aperitif…den wir dann tatsächlich völlig unerwartet noch in einer versteckten Bar mit bestem West-Blick fanden, pünktlich zum Sonnenuntergang. Der ganze Weg hoch durch die engen Gassen lohnt sich total! Vor allem, wenn man in der Nebensaison hier ist und keinem Menschen begegnet – wenn dann einem Einheimischen.

Wir wanderten am Strand entlang, soweit es ging, wir badeten soviel, bis wir schrumpelig wurden und aßen super lecker und gut im Santa Maria. Einen Tag versuchten wir vergebens, mit dem Fahrrad einer Google Maps-Route zu einem angeblich total tollen Schnorchel-Spot zu folgen. Wir sprachen dann irgendwann einen Einheimischen an, der uns an einen anderen Strand schickte – und dort war es vermutlich sogar noch viel besser ☺️ Klar, wenn man so nah an der Küste schnorchelt, sieht man nichts weltbewegendes. Aber ein paar Fischlein und ne Menge Seeigel waren dabei und das Gefühl, in diese andere Welt abzutauchen und wie ein Vogel auf die Meereswelt herabzublicken ist einfach faszinierend.

Am Freitag, den 29. September ging es dann weiter Richtung Süden, Richtung Adjaccio (hey, ich weiß endlich wie man es spricht: Ajatsch(io) – das io wird quasi nicht mehr ausgesprochen, nur so angedeutet.) Wir haben einen Campingplatz etwas weiter nördlich gefunden, direkt am Strand, und hoffen, dass wir hier gegen Mittag noch einen Stellplatz erhaschen..

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