Wir wollen unsere Erinnerung ja nicht nur über unser tägliches in-der-Sonne-abgehänge, ziemlich-anstrengende-Wellenreiterkurse (die letzten 2 Tage, ächz) oder nervigen Arbeitsalltag (yes, den hat man auch hier) festhalten. Jetzt kommt mal was zum Camp ansich.

Da wir etwas spät mit unseren Buchungen waren (wir dachten, Atlantikküste geht heutzutage noch spontan.. naaaahhh) und dann super viele interessante Tipps bekommen haben, spielen wir hier am Atlantik ziemlich wilde Stellplatz-wechsel-dich-Spiele.

Fassen wir mal kurz die Zeit vom 18.8. – 7.9.2023 zusammen:

  • angefangen mit Albrèt Plage (Tipp von Max)
  • danach Les Tourterelles (Saint Girons Plage) (da war ich mal 2006 mit Malte+Yvo & Tipp von Carina+Thommy, die wir leider um 2 Wochen hier verpasst haben, schade!!)
  • Cap de l’Homy (Tipp von Hannes)
  • Contis Plage (Lous Seurrots) – hier haben wir 3 verschiedene Stellplätze, weil wir unbedingt wenigstens ein paar Tage direkt am Fluss stehen wollten

    –> das macht insgesamt 6 Stellplätze für 20 Nächte, also im Schnitt alle 3-4 Tage Umzug.. 🤪

Am Anfang braucht man ja Ewigkeiten, bis alles am richtigen Platz und aufgebaut ist…

  • der Bulli auf seinen Auffahrkeilen in richtiger Neigung steht (man will ja weder über Kopf schlafen, noch seitlich mit dem Gesicht an den Küchenschränken kleben)
  • das Zelt (die „Abstellkammer“) aufgebaut ist
  • alles aus dem Innenraum im Bulli in die Abstellkammer geworfen ist (Wauwi-Fahrradanhänger, 2 riesige SUP Taschen, Winterbettdecke, …)
  • der „Teppich“ vorm Bulli liegt (bester Kauf ever!!)
  • die Markise ausgefahren ist
  • die Wäscheleine irgendwo sinnvoll festgeknotet ist
  • wenn man genug Bäume hat: die Hängematten hängen
  • der Strom angeschlossen ist
  • ggfs. Wasser im Bulli nachgetankt ist
  • das Aufstelldach hochgefahren ist
  • die Lichterketten (wichtig für die Gemütlichkeit!) installiert
  • die Räder sinnvoll angekettet
  • die Fliegengitter in den Fenstern eingebaut
  • ggfs. Sonnenschutz auf der Windschutzscheibe liegt (wir haben wieder eine 30-Grad-Phase momentan)

Das ganze dann rückwärts, wenn man den Platz wechselt.. und wieder von vorn am neuen Platz..
Doch mit der Zeit kommt ja immer Routine, jeder weiß genau, was wann wie zu tun ist, was wohin gehört und auch Gina liegt dabei inzwischen einfach nur noch herum und verleiert die Augen 🙄

Das schöne ist, wenn man trotzdem die Reihenfolge durcheinanderbringt.. zum Beispiel …
zuerst den Bulli-Innenraum bis oben hin vollpackt mit allem (Wauwi-Hänger, 2 riesige SUP Taschen, große Ikea-Kiste mit allem möglichen Zeug für draußen, „Abstellkammer“-Zelt,..) und dann…

  • den Tisch vergessen hat, in der Schiebetür von innen wieder anzubringen (keine Chance da reinzukommen, alles voll)
  • oder die Markise noch nicht eingefahren hat (die Kurbel ist in einer Schublade unter der Rückbank, blockiert durch ALLES)
  • oder die Fliegengitter noch in den Fenstern hinten drin sind (man muss die Fenster ganz öffnen, der Schiebemechanismus ist ziemlich schwergängig, und dann die Gitter etwas umständlich rausfummeln)
  • oder noch was in den Kühlschrank muss (Klettern ist angesagt und dabei alles unter einem zermalmen)
  • oder man für die lange Fahrt extra schöne Getränke und Essen gekauft hat, die nun quasi unerreichbar im Kühlschrank vergraben sind..

Aufpassen sollte man immer mit dem Strom – wäre doof, wenn man losfährt, und der Bulli noch an seinem Kabel hängt.. die Reparatur könnte teuer werden..

Auch gern gesehen ist es, die Markise einzurollen, während die schöne Lichterkette oder zumindest noch die Haken am Gestänge hängen… bisher ist nichts kaputt gegangen und wir haben es (hoffentlich) verinnerlicht..

Oder die Stühle stehen noch draußen, aber der Fahrradträger mit allen 3 Rädern ist schon komplett angebaut – keine Chance, den noch weit genug abzuklappen, um noch an die Heckklappe zu kommen, wo die Stühle verstaut werden. (Das kleine Klappi-Fahrrad verhindert die nötige 90-Grad-Abklappung)

Oder die Heckklappe ist noch geöffnet und der Fahrradträger wie gerade schon erwähnt fertig bepackt 😉

Oder – auch schon passiert – das AirTag ist noch (mit klebenden Klettstreifen) an einem der Ebikes befestigt und fällt während der Fahrt ab.. es meldet sich tatsächlich heute noch brav vom Standstreifen einer Landstraße in 60km Entfernung, und wir werden versuchen, es am Donnerstag auf unserer Fahrt zur Tarn wieder einzusammeln.

Auch eine schöne Gelegenheit, den gepackten Bulli zu verfluchen ist, wenn man beim nächsten Campingplatz an der Rezeption steht, und sie dort eine Kreditkarte sowie den Wauwi-Pass (wegen der Impfungen) sehen möchten. Öhm, meine Handtasche ist in der Schublade unter der Rückbank..


In diesem Sinne – am Donnerstag gehts auf zu neuen Ufern (ans Ufer des Tarn, ein Stellplatz direkt am Fluss – wir sind sehr gespannt, die Bilder sind seeeeehr vielversprechend!!).

Vielleicht auch was für dich..

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