Bonjour, wir sind wieder in Fronkraisch! Rettung vor Spaniens Grusel-Architektur und Unwettern. Dass wir auch gerade die Phase mitnehmen mussten, wo Spaniens Trinkwasser-Vorräte nach 3 Jahren endlich wieder um ein paar Prozent aufgefüllt wurden..
Nach Sturm und Dauerregen + Hagel und Unwettervorhersagen und Gewitter und so weiter sind wir also in sicheren Gefilden, Contis Plage, Camping Lous Seurrots. Hier fühlen wir uns wohl, hier waren wir schon im September. Für eine Woche – um wieder klarzukommen und dem Bulli-Sardinenbüchsen-Gefühl zu entkommen – hatten wir ein süßes kleines Bungalow – mobile Home – Tiny House – whatever, ganz modern, am Fluss. Wie groß 38 Quadratmeter doch sein können, wenn man vorher auf 4,7 Kubikmetern zu dritt eingepfercht war 🤭
Wir klingen bestimmt undankbar, haben wir doch den Luxus, seit 8 Monaten durch Europa zu fahren, völlig frei und flexibel. Zehrt aber dann doch irgendwann ziemlich an den Nerven, an der Energie und vor allem an den Finanzen, wenn man ständig in überteuerte Ferienbutzen ausweichen muss.
Fazit ist jedenfalls bisher: Bulli allein geht nicht, wenn man zu zweit mit Wauwi ist und – vor allem bei etwas längeren Trips – arbeiten möchte. Außerdem müssen wir immer das halbe Camp abbauen und den Bulli von innen fahrbereit machen, wenn wir einen Ausflug machen oder einen großen Einkauf machen wollen. Das kostet immer wahnsinnig viel Zeit, genauso die Umzüge von Platz zu Platz, da der Bulli vollgestopft ist mit unserem Zeug, das dann ins Zelt muss.. räum hin, räum her..
Wir probieren im Mai auf jeden Fall mal einen geliehenen Wohnwagen aus. Das kostet auch erschreckend viel Geld pro Nacht, aber so kann man mal in der richtigen Stimmung austesten, ob das eine zukünftige Lösung wäre. Bulli + Wohnwagen? Oder normales Auto + Wohnwagen? Man weiß es nicht 😏 Die Gedanken schweifen gerad echt in alle Richtungen.
Jetzt sind wir jedenfalls nach einer Woche im süßen Tiny House wieder im Bulli, auf einem Stellplatz direkt am Fluss, gleicher Campingplatz, mit viel Sonne (PUH) aber doch ziemlich frischen Temperaturen. Wir waren schon dreimal im Atlantik ‚baden‘ – der hat nur 14 Grad – einmal mit langem Neoprenanzug und Surfbrett, aber die Wellen waren so chaotisch und die Strömung so heftig, dass wir nach kurzer Zeit wieder aufgegeben haben. Bodysurfen allerdings kann man ganz gut mit so einem warmen, langen Neo 😆
Ansonsten mal kurz rein und schnell wieder raus und in der Sonne wieder aufwärmen. Herrlich. Radtouren haben wir gemacht, Olaf arbeitet, Jule hat gerade nix mehr zu tun und sammelt dann halt noch mehr Müll. Davon gibts weiterhin reichlich, vor allem, nachdem es vorletzte Nacht nochmal ordentlich gestürmt hat..
Der ganze Strand hier am Flussufer ist übersät von Mikroplastik. Diese blöden kleinen weißen und schwarzen Kügelchen (Teardrops), die sich wohl aus mindestens zwei Containern, die 2023 ins Meer geplumpst sind, über die Atlantikküste verteilen.. dazuz kleinste Scherben aus Plastik, alles was im Meer landet, trocknet natürlich total aus und zerbröckelt in immer kleinere Teile.. ich finds zum kotzen, die Leute, die dafür verantwortlich sind, gehören sofort in den Atlantik geworfen, mit Beton an den Füßen 🤬 Gut, ist der Kram wenigstens raus ausm Wasser und die Schildkröten, Delfine, Fische, schlucken den Mist nicht mehr und gehen daran ein ..
Wir haben im Kopf schon eine Maschine entwickelt, wie man den Kram am besten rausfiltern kann.. wenn man bloß Millionär wär..
Gut, wir genießen also weiter die Sonne und planen gerade, wie es ab Sonntag weiter geht. Es wird uns doch allen – auch dem Wauwi – etwas lang hier mit der Zeit.



























Müll-Galerie…











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