Da sind wir!
Nach einer seeeehr kurzen Nacht, einer recht stressfreien Fahrt nach Speyer inkl. einer unerwarteten Autobahnsperrung (+25 Minuten Verzögerung, yay) haben wir am Sonntag mit der ‚Oma‘ erstmal das gute Süddeutsche Sommerwetter genossen. Auf zum Hammer, lecker Worschdsalat für die Oma und anderen Leckerkram für den Olf und die Jule. Für Gina gabs ein Bad im Rhein und ein paar Pommes unterm Tisch 😉

Am nächsten Morgen ging es dann auch gleich um 6:30 Uhr weiter.. fast 1000km Fahrt lagen vor uns, Ziel: Camping La Butte, La Roque-Gageac, Dordogne. Alle drei waren wir todmüde und mussten ständig anhalten, um Fahrerwechsel zu machen. Die letzten Wochen stecken uns doch ziemlich doll in den Knochen..
Olf hat sogar noch ein paar Stunden während der Fahrt gearbeitet – und ja, Kai, du hattest Recht: Don’t do it. Man baut nur Scheiße. Zum Glück war die aber gar nicht auf Olafs Mist gewachsen, und so hat er nun auch endlich Urlaub. Darauf ein Bierchen, bei strahlend blauem Himmel, irgendwo im Nirgendwo bei Dompierre-sur-Besbre, in traumhafter, hügeliger Landschaft.

Der Rest der Fahrt, begleitet von Sebastian Fitzeks „Elternabend“ als Hörbuch, verlief ganz gut – bis auf dass wir 2x falsch abgefahren sind (Olf wars!) und damit gleich eine halbe Stunde Zeit eingebüßt haben. Bei einer Fahrtzeit von 10 Stunden nervt das schon ziemlich.

Finally, endlich angekommen, bei über 30 Grad und praller Sonne mal kurz alles ausm Bulli raus, Wurfzelt (‚Materialzelt‘), in die Badeklamotten springen und auf zum Wasser. Wunschdenken. Erstmal an der Rezeptionistin vorbei… bei über 30 Grad in der prallen Sonne warten… 5 Leute stehen vor uns..

Es dauert bestimmt 15 Minuten, bis nur noch eine Person vor Olaf steht. Ich wechsel ihn ab, denn er kocht schon vor Ungeduld. Wie kann das alles sooo lange dauern??
Bei mir dauerts auch nochmal fast 10 Minuten, bis ich endlich dran bin.. „Bonjour, nous avons réservé un emplacement pour Stelze“. Böser Blick, sicherlich freut sie sich NICHT, dass ich mein Schulfranzösisch noch ein bisschen im Griff habe. Dabei hab ich mich so gut vorbereitet, hatte ja 25 Minuten Zeit..
Während sie was auch immer im Schneckentempo erledigt, kommen nochmal zwei Leute und werden auch prompt bedient, während ich ja eigentlich dran bin. Franzosenbonus? Ich übe mich in Geduld.. bin eh schon weichgekocht.
Endlich, nach lediglich 35 Minuten, erklärt sie uns („Parlez vous français?“ – Alter, ja, ich hab mich doch gerad auf Französisch angemeldet!) lang und breit, wie genau wir unser Emplacement finden (zweimal links und dann zu Nummer 34, nicht so schwer, aber sie braucht dafür nochmal 5 Minuten). Dazu erklärt sie uns noch, wo die Dordogne ist (wow, wär ich nie drauf gekommen) und wo die Snack-Bar und die Pools sind (der Campingplatz ist so klein und alles direkt bei der Rezeption, auf der Karte ist alles genau eingezeichnet.. was haben die bitte für Publikum normalerweise hier, dass sie das alles metergenau erklären muss?)…

Endlich können wir zu unserem Platz wackeln und dem Plan von oben folgen.
15 Minuten später schwimmt Olaf gegen die natürlich Gegenstromanlage an, die Dordogne hat echt eine ordentliche Strömung, da hatte der Tom recht. Gina war das auch nicht ganz geheuer, sie trieb gleich ein paar Meter am Ufer entlang, bevor ihre Pfoten wieder Halt fanden und sie schnell zurück zum Kiesstrand lief. Aber das Wasser war HERRLICH, kühl, erfrischend, belebend. Den Strand hatten wir fast für uns allein und so genossen wir einfach die Wärme, die Erfrischung und die untergehende Sonne, mit einer bildschönen Felswand im Rücken.
Bis wir die Gewitterwolken langsam näher kommen sahen..

Aufauf, schnell zurück, wir müssen das Lager aufbauen, bevor es losgeht. Die Wetterapp hatte eigentlich nur ein bisschen bis gar kein Gewitter angezeigt, aber wir wollten doch lieber vorbereitet sein.

Und das war auch gut so.. siehe Fotos 😉
Das fertige Camp konnten wir noch einen schönen lauen Sommerabend lang genießen, die Lichterkette von Carina und Thommy, ein Abschiedsgeschenk, tauchte unsere „Terrasse“ in total gemütliches Licht.

Der Wauwi lag schon im Bulli, völlig k.o. von der Tour und den vielen Eindrücken.

Und mitten in der Nacht tobte dann der unangemeldete Sturm los. Wow, es wehte ordentlich und im Westen blitze und donnerte es unheilverkündend.. Wir sprangen aus den Betten, um alles zu sichern, was noch draußen so herumfliegen könnte. Die Markise vorsichtshalber ein Stück eingefahren und dann wieder zurück in die Betten, das Heckrollo wieder geöffnet und dann vom Bett aus dem Gewitter zusehen und dem prasselnden Regen lauschen. Ein bisschen mulmig war mir ehrlich gesagt schon, der faradaysche Käfig funktioniert vermutlich nicht mit offenem Aufstelldach und offener Schiebetür 😉

Aber alles hielt der Dichtigkeitsprüfung stand, nix ging kaputt, sogar das Aufstelldach hielt ohne „Mütze“ dicht. Und um fünf Uhr nachts gab es gleich einen zweiten Probelauf – ebenfalls unangekündigt. Herrlich, war das gemütlich. Ich mit dem Kuschelwauwi im Bett, wieder das Heckrollo geöffnet und den Blitzen zugeschaut, dem Prasseln des Regens und dem Donnern gelauscht.. und dabei wieder gemütlichst eingeschlafen. Der Olf oben in seiner Höhle hat das zweite Gewitter irgendwie verpennt 😉

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