Ein Glück (natürlich nur für uns), dass der Sommer hier in Hamburg so mies ist. Wenn wir bei bestem Wetter mit 30 Grad so viele Stunden im Keller hätten verbringen müssen – naja, wir hätten es wohl einfach nicht getan 😉
Aber mit diesem miesen Wetter da draußen, konnten wir tatsächlich den kompletten, riesigen Keller bei Olaf einmal auf den Kopf stellen und gründlich ausmisten. Warum der Aufwand? Damit wir in der Wohnung für die Untermieterin Platz schaffen können, alle persönlichen Dinge, alle Klamotten, die nicht mit in den Bulli kommen sowie einige Möbel im Keller Platz finden.
Insgesamt drei Fahrzeugladungen an Spenden habe ich zum ASB in Hamburg-Rissen gefahren – alles Sachspenden für die Flüchtlinge. Darunter: Spielzeug, Spiele, Kleidung, Bücher, Malstifte, Schlittschuhe, Inline Skates, Bälle, Elektrogeräte, Schuhe, Taschen, Rucksäcke, Kosmetik-Artikel, Katzen- und Hundefutter, das hier kein Tier mag oder verträgt. Es gab echt eine Menge Zeug abzugeben und es fühlt sich gut an, dass diese ganzen Dinge noch gebraucht werden, statt im Keller vor sich hin zu oxidieren.

Eine Bulliladung Sperrmüll und Möbelspenden sind dann ebenfalls noch von Olaf auf den Weg gebracht worden, und nu warten im Keller noch zwei Umzugskartons mit weiteren Sachspenden auf die letzte Spendentour.

Außerdem haben wir diverse Dinge über Kleinanzeigen verkauft: 4 Fahrräder, das gute alte Schrotti Auto, Autoreifen, Porzellan, Gartenstühle, Inliner, Handy, Parkkralle, 1 Bullimatratze, 2 Rasenmäher, Fahrradträger, Siebträger-Espressomaschine, Keyboard, Jacke, Pullover, Hundebox, Autozubehör.. und damit 3130 Euro in die gepeinigte Kasse gefüllt.

Der Zeitplan ist eng, also weiter im Text. Olaf und die Kinder (Ninas Jahr in Vancouver hat ganze 48 Stunden gedauert, da saß sie wieder im Flieger zurück nach Hause) haben heute die halbe Wohnung Korrektur-gestrichen – manche Wände komplett, andere nur stellenweise. Die Möbel aus den Kinderzimmern haben wir bereits in den letzten Tagen in den Keller gebracht. So langsam leeren sich die Räume, und das alles zum Glück gerade noch nach Zeitplan. Trotz Ninas spontaner Rückkehr mit nächtlicher Flugumbuchung und telefonischer Seelsorge, denn sie hatte sich mit ihrem Plan völlig verschätzt.

Während hier alle mit weißen Farbkleksen im Gesicht durch die Wohnung rennen, habe ich mich im Keller verkrochen und den Bulli gesaugt und gepackt. Die erste Probe-Packung sozusagen, mal gucken, ob alles so in die Schränke und Schubladen passt, wie wir uns das gedacht haben. Bis auf unsere Klamotten – das wird noch sehr interessant und ist einen eigenen Blogeintrag wert 😉 – habe ich zum Glück alles unterbekommen, phew!! Im Küchenschrank ist noch etwas Luft, auch ein paar weitere Vorräte bekommen wir noch unter. Aber große Einkäufe können wir mit dem Bulli natürlich nicht veranstalten, weil wir weder genug Platz im Kühlschrank noch generellen Stauraum für viele Vorräte haben.

Auch das Wauwi-Zubehör ist zum Glück komplett in der dafür vorgesehenen Schublade untergekommen. Und ich habe endlich herausgefunden, wie man die Blende unter der Rückbank neben der Schublade ausbaut – denn dahinter verbirgt sich auch nochmal ein schöner Stauraum. Hier haben wir schon die Auffahrkeile versteckt – doch war immer sehr viel Yoga nötig, um die Keile dann bei gepacktem Bulli auch wieder da herauszubekommen..
Jetzt, wo die olle Blende weg ist, können wir die Keile entspannt nach vorne rausziehen und außerdem noch ein paar mehr längere Dinge – wie z.B. Wanderstöcke für Bergwanderungen und den Sonnenschirm – da verschwinden lassen. Der Bulli ist schon erstaunlich. Irgendwie passt ne Menge rein, man muss nur genau drauf achten, wo man noch Stauraum ausfindig machen kann.

Zurück zu Olafs Wohnung. Bereits am Montag kommt die Untermieterin, Elke, und wohnt dann ein paar Tage mit uns zusammen hier, um die Katzen ein bisschen besser kennenzulernen. Nina sucht händeringend und natürlich superspontan eine Bleibe und wird ihren Plan, den sie für Vancouver hatte, einfach in Hamburg ausführen: Eine kleine Wohnung finden und einen Job in der Gastro. Ein paar Fallbacks haben wir für sie, falls es mit der Wohnung nicht so schnell klappen sollte.

Die letzten Wochen waren echt ziemlich anstrengend und die Nächte viel zu kurz… so langsam wirds echt Zeit, dass wir loskommen und mal endlich Ruhe einkehrt. In Frankreich werden wir dann nur schlafen, lesen, Wein trinken und schwimmen..

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